Fick meinen Kopf.

Heute bin ich bei Indymedia auf ein Streitgespräch zwischen dem AK Antifa Köln und der AKKU (Antifa Koordination Köln & Umland) aus dem Antifaschistischen Info Blatt gestoßen, das anlässlich des verhinderten Rassistenkongresses von Pro Köln im September 2008 geführt wurde. Dabei bin ich über den wirrsten aller Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen ever gestolpert:

Nazistrukturen abfackeln….und nicht löschen
riotqueer 28.01.2009 – 16:52

Das der/die vermeintliche Muslim(a) -alleine- vor der Metaphysik im Glauben steht und in Einer Moschee sowas wie inflationären Tempel-Ersatz sucht, was die zugewiesene Andeutung im Antifaschistischen Konsens nicht geben kann, nähmlich der -ius sanguinis- (Blut&Boden) Ideologie der deutschen Sprache ‚herr‘ zu werden,…lässt im weiteren Verlauf des Interviews den Geschmack institutioneller Interventionen auferstehen, der glaubt den Blokadeansatz aus Köln einer Rechtssprechung wie die Justiz in dieser Stadt es braucht, habhaft werden zu lassen.

Es fehlt der reflexive Ansatz um Nazi-Strukturen in den postfaschistischen Köpfen der Männer und Frauen in ihrem ‚Betroffenheits-KULT‘ loszuwerden.

Radikale Demokratie und Bündnispolitik braucht zumindest eine gewissen Empathie und Vermittelbarkeit, und das bleibt nunmal die ‚Direkte Aktion‘ und hat mit materieller Diskursanalyse auch rein garnichts am Hut, wenn nicht das dissidente Unternehmen, gleich ob es eine politische (linksradikale-) Bewegung oder ein akademisch werdendes Wissensprojekt ist, greift (notwendig) auf seinem Weg der Inkubation über die Emergenz zur funktionierenden Struktur auf ebendiesen Weg nicht nur auf die bereits existierenden Ressourcen und Strukturen, Regeln und Routinen zu; sie sind nicht allein Mittel zu Zweck.

Am 20.2 Britcore-HipHop in der Köpi!


6 Antworten auf “Fick meinen Kopf.”


  1. 1 biber 29. Januar 2009 um 4:11 Uhr

    Das ist Satire!! Verdammt gute! Ließt sich das doch ähnlich den Sachen, die im Spam-Filter meines web-accounts landen. Wenns keine ist: Äh, wtf?

  2. 2 Keta Minelli 29. Januar 2009 um 5:26 Uhr

    EY! Du klaust mir meine Buchidee! Der Typ lässt ja in regelmäßigen Abständen seinem Aufmerksamkeitdefizitssyndrom freien Lauf – immer exakt so wirr oder noch schlimmer. Ich wollte mal die Daniel Kulla-CutUp-Technik benutzen und dem Verbrecherverlag 200 Seiten Polit-Dadaismus anbieten. Damit wäre ein unbezahltes Praktikum bei der Jungle World sicher drin gewesen.

  3. 3 schlandb 29. Januar 2009 um 18:16 Uhr

    das ist geil. wie horkheimer auf speed und happel in einer person

  4. 4 silent max 29. Januar 2009 um 21:38 Uhr

    Dank an riotqueer für diesen geistreichen Erguss, ansonsten ein Fall fürs Uni-Camp: Ich bin ein Nerd-hol mich hier raus oder die Studivzgruppe: Die Bibo(ein ekelerregendes Wort) mein zweites Hause!

  5. 5 roi 30. Januar 2009 um 2:11 Uhr

    ich bin schon lange fan.

  1. 1 antifa? « im*moment*vorbei Pingback am 29. Januar 2009 um 20:31 Uhr

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